Wir waren am 3. Advent auf dem Weihnachtsmarkt in Lügde

Foto: Eva Thiele

Wir bedanken uns herzlich für Ihr Interesse, Ihren Besuch, Ihren Einkauf und für die vielen Spenden.

Danke für diesen schönen Tag!

Es ist Freitag, der 26. Juni 2015, ein wunderbarer Sommertag und der Hospiz-Verein feiert den "Ehrenamtstag" für alle Helfer.

 

Die "alten Hasen und die jungen Küken" treffen sich um 14.30 Uhr an der Touristeninformation und rasch wird das Stehcafé eröffnet. Aus dem Auto wird eine Biertisch-Garnitur ausgeladen, aufgebaut und eingedeckt. Es gibt für alle Anwesenden leckeren Butterkuchen, sowie Kaffee und Mineralwasser zum "Durstlöschen". Ab 15.00 Uhr gesellt sich ein Stadtführer zur Gruppe, der uns den wunderschönen Kurpark näherbringen wird.

 

Über die untere Hauptallee mit dem Wasserlauf in 16 Kaskaden, die symbolisch den Lebenslauf des Menschen darstellen, kommen wir vorbei an der großen Fontäne in die schattenspendende Hauptallee mit ihren alten Bäumen. Am Brandenburger Tor, dem Haupteingang, erreichen wir den Kurpark.

 

Vorbei an der Konzertmuschel und an dem Erdbeertempel gehen wir Richtung neu angelegter Zypressenallee im Palmengarten; mit Blick auf die Schlossgraft geht es weiter über den Azaleenweg zum alten "Gasbadehäuschen" und neugestalteten "Malerblick".

Entlang der Springbrunnenallee mit Blick auf das Hotel Steigenberger begutachten wir den gerade fertiggestellten neuen Rosengarten vor dem Parkpalais, eine Dependance bzw. Gästehaus der Klinik Fürstenhof. Von hier aus wird insbesondere noch auf den "Dreistrahl" der neuen bzw. jungen Allee hingewiesen, die in der Verlängerung in die Bombergallee mündet und als Endpunkt wird der Spelunkenturm sichtbar. Wir stehen in der Klosterallee, deren gedachtes Ende die Kirchturmspitze des Lügder Klosters ist. Hier wird nochmals auf das barocke Alleensystem im Kurpark verwiesen, der aber auch Aspekte des englischen Landschaftsgarten aufweist, mit vielen alten Bäumen und idyllischen Ruhepunkten.

 

Nach dem Rundgang durch den Kurpark kommt aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Die berufstätigen ehrenamtlichen Helfer gesellen sich ab 18.00 Uhr zur Gruppe, die sich inzwischen in der Weinhandlung von Susanne Koch eingefunden hat. 

 

Mit kleinen Köstlichkeiten, Leckereien und spritzigem Wein bzw. Getränken fanden alle Teilnehmer die Möglichkeit zu privaten Gesprächen; alte bzw. vernachlässigte Kontakte werden aufgefrischt und es kommt zu netten Gesprächen aus allen Bereichen und gegen 22.00 Uhr geht ein wunderschöner Tag zu Ende.

 

Dem Vorstand und den beiden Koordinatorinnen ein herzliches Dankeschön für diesen schönen Tag.

 

Barbara Boecker

Ehrenamtliche Sterbebegleiterin

Hospiz-Verein beteiligt sich an der Trägerschaft des stationären Hospizes

AGAPLESION

HAUS BETHESDA HOSPIZ

 

außerordentliche Mitgliederversammlung am 25.6.2015 brachte einstimmiges Votum

 

Als bekannt wurde, dass der Orden der Franziskanerinnen in Thuine das Haus St. Maria in Friedensthal aufgeben wollen und damit auch die Zukunft des Hospizes Mutter Anselma Friedensthal ungeklärt war, haben wir vom Vorstand deutlich gemacht, dass es uns wichtig ist, in Bad Pyrmont ein stationäres Hospiz zu erhalten.

 

Agaplesion (Träger des Krankenhauses Bathildis und anderer Gesundheitseinrichtungen am Ort) hat daraufhin signalisiert, ein Interesse an der Übernahme des Hospizes zu haben. In der Folgezeit hat es Verhandlungen von Agaplesion mit dem Orden in Thuine gegeben .Im März 2015 fiel die Entscheidung zur Weiterführung des Hospizes, dem Hospiz-Verein wurde von Agaplesion angeboten, neben der Stiftung Bethesda als dritter Mitgesellschafter mit einem kleinen Anteil in die Trägergesellschaft mit aufgenommen zu werden.

 

Das stationäre Hospiz soll zum 1.1.2016 von der neu zugründenden Trägergesellschaft übernommen werden, es wird zunächst in Friedensthal weitergeführt, während parallel dazu ein ehemaliges Schwesternwohnheim von Agaplesion, gelegen in der Berliner Straße, in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses Bathildis umgebaut wird. Nach dessen Fertigstellung soll das Hospiz voraussichtlich im Sommer 2016 dorthin verlegt werden.

Zwischen Agaplesion und dem Thuiner Orden ist vereinbart worden, dass die Mitarbeiterverträge übernommen werden, die Geschäftsführung wird gemeinsam von Herrn Walter, Geschäftsführer der Gesundheitseinrichtungen Agaplesion in Bad Pyrmont und Bernhard Jess, Klinikseelsorger übernommen. Die weiterhin erforderliche Pflegedienstleitung wird ausgeschrieben.

 

Es hat uns sehr gefreut, zu hören, dass es eine Perspektive für das stationäre Hospiz und auch die dortigen Mitarbeiter gibt, war es doch ursprünglich Ende der 90er Jahre unsere Initiative, die überhaupt zu der stationären Hospizeinrichtung hier am Ort geführt hat.

 

Nach unserem Hospizverständnis ist der stationäre Bereich einer von mehreren Standbeinen der Hospizarbeit, zu denen daneben die verschiedenen ambulanten Angebote gehören. Wir haben die Kooperation zwischen unserem Verein und dem Hospiz immer so verstanden, dass die stationäre Hospizbetreuung dann greifen muss, wenn eine Beendigung des Lebens im häuslichen Bereich nicht dem Wunsch des Sterbenden entspricht oder aufgrund fehlender Rahmenbedingungen nicht oder nicht mehr leistbar ist. Insofern kann sich auch aus unseren ambulanten Betreuungen eine Verlegung in den stationären Bereich ergeben. Aufgrund der sich immer mehr verzweigenden hospizlichen und palliativmedizinischen Versorgung, z.B. der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) hat sich das in den letzten Jahren nun auf mehrere Schultern verteilt, aber die Betreuung im stationären Hospizbereich ist für viele Sterbende und ihre Angehörigen weiterhin eine gute Perspektive.

 

Der Vorstand hat sich nach Vorlage des Angebots der Beteiligung intensiv mit allen damit verbundenen rechtlichen und inhaltlichen Fragen beschäftigt, sich über die Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Niedersachsen informiert und mit anderen Vereinen beraten, die in einer ähnlichen Situation sind und von ihren Erfahrungen berichten konnten.

 

Nach Abwägung aller wichtigen Aspekte hat sich der Vorstand im Mai einstimmig dafür ausgesprochen, diesen für den Verein neuen Weg zu gehen und in die Mitverantwortung für das stationäre Hospiz eintreten zu wollen und hat daraufhin die außerordentliche Mitgliederversammlung mit der erforderlichen Satzungsänderung vorbereitet.

 

Neben intensiver Recherche und Klärung der offenen formalen Fragen ging es in den Diskussionen immer auch um die inhaltlichen Fragen, um die Kooperation zwischen Verein und stationärer Einrichtung.

In den Richtlinien der stationären Hospizbetreuung ist die Ergänzung der ehrenamtlichen Arbeit deutlich definiert, so dass wir als Verein auch darüber nachzudenken hatten, wie wir in Absprache mit Agaplesion den Bedarf an ehrenamtlicher Arbeit im stationären Hospiz abdecken können, trotzdem aber unser erste Anliegen, Sterbende zuhause zu begleiten, aufrecht erhalten bleibt.

Gemeinsam wurde ein Entwurf einer Kooperationsvereinbarung entwickelt, in der die Rahmenbedingungen für die inhaltliche Beteiligung des Hospiz-Vereins festgehalten worden sind.

 

Einvernehmen herrschte zwischen allen Beteiligten, dass die ehrenamtliche Arbeit grundsätzlich im Verein organisiert werden soll, die Auswahl, Schulung, der Einsatz und die Betreuung der ehrenamtlichem Mitarbeiter in den Händen des Hospiz-Vereins liegt und eng mit den Verantwortlichen des Hospizes abgestimmt werden muss. Daneben wird sich der Hospiz-Verein in der Trauerarbeit engagieren, es wird gemeinsame Aktivitäten der Öffentlichkeitsarbeit geben und es soll gemeinsam ein Konzept zur Spendenakquise für die Hospizarbeit am Ort erstellt werden.

 

Mit diesen Fakten wurde der gesamte Komplex in der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 25.6. ausführlich vorgestellt. Wie wichtig das Thema für den Verein ist, wurde daran deutlich, dass über 70 Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, sich zu informieren und mit einem Votum zu beteiligen.

Es kam in der Versammlung durchaus auch zu kritischen Diskussionen, dabei ging es einerseits um die Nähe zwischen Krankenhaus und Hospiz und die damit verbundenen Befürchtungen, dass sich die unterschiedlichen Rahmenbedingungen verwischen und auf Kosten der Hospizqualität gehen könnten. In dem Zusammenhang wurden die Mitglieder über die Rahmenrichtlinien der stationären Hospize informiert, die klare Vorgaben geben.

 

Weiterhin ging es in den Diskussionen um die Einflussmöglichkeiten des Hospiz-Vereins, auch angesichts des geringen Anteils an der Trägerschaft. Dazu wurde seitens des Vorstands deutlich gemacht, dass es nicht Interesse des Vereins sein kann, sich an den organisatorischen Details des Hospizes zu beteiligen. Für uns steht bei der Frage der Mitträgerschaft eindeutig im Vordergrund, die hospizliche Ausgestaltung des Hauses mit zu verantworten, in diesem Bereich liegen unsere Kompetenzen und darin auch die Grundlage dafür, dass Agaplesion das Interesse hat, den Verein zu beteiligen.

 

Nach intensivem Austausch hat die Mitgliederversammlung dann einstimmig die Entscheidung getroffen, die notwendige Satzungsänderung vorzunehmen und auch ein klares Votum dafür abgegeben, sich an der AGAPLESION HAUS BETHESDA HOSPIZ gemeinnützigen Gesellschaft zu beteiligen.

 

Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, die Gesellschaft mit Beteiligung des Vereins zu gründen, die Baumaßnahmen zu beginnen und die inhaltliche Ausgestaltung weiter zu erarbeiten.

 

Wir vom Vorstand haben uns sehr gefreut, dass das Votum der Mitgliederversammlung trotz vieler kritischer Fragen, die auch wir uns zu Beginn gestellt hatten, so eindeutig ausgefallen ist, zeigt es doch auch deutlich das Vertrauen der beteiligten Mitglieder in die Recherche, die wir zuvor intensiv angestellt haben.

 

Wir werden mit dieser Entwicklung (wieder einmal) einen neuen Weg für den Verein beschreiten, eine neue Rolle einnehmen und wir freuen uns auf diese spannende Aufgabe. Bei allem, was auf uns nun zukommt, bleibt aber in erster Linie wichtig, die verschiedenen Aufgaben der Hospizarbeit hier am Ort mit allen Partnern weiterhin zu gestalten.

 

Wir tun dies als Vorstand mit all den Menschen gemeinsam, die in unserem Verein an den verschiedenen Stellen so verlässlich und kontinuierlich ihre Aufgaben übernommen haben und ausfüllen, seien es die vielen Ehrenamtlichen, seien es aber auch die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, auf die nun auch ein neuer Schwerpunkt zukommt.

 

Neben diesen Neuerungen wird es auch eine wichtige Aufgabe für uns sein, noch mehr neue aktive Mitarbeiter zu finden, Menschen anzusprechen, die sich vielleicht ganz gezielt vorstellen können, im stationären Hospizbereich tätig zu werden und unsere Gruppe der Ehrenamtlichen zu unterstützen oder/und die Hospizarbeit gesamt zu unterstützen, neben aktiver Arbeit auch ideell und als Spender/Sponsor.

 

Ich danke allen, die mitdenken, die mitgestalten und mitverantworten und freue mich auf die weitere Gestaltung der Hospizarbeit in Bad Pyrmont.

 

Annette Kleine-Gödde

1. Vorsitzende

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Hospiz-Verein Bad Pyrmont e.V.
Mitglied im Hospiz- und PalliativVerbandes Niedersachsen e. V.