Geschichtliche Entwicklung des Hospizgedankens

Im Lateinischen bedeutet Hospitium Herberge, Gastfreundschaft. Schon im Mittelalter und früher gab es Herbergen für Reisende, für Pilger. Heute noch nennt man die Unterkünfte auf einer Passhöhe Hospiz und viele Krankenhäuser werden Hospital genannt. Um die vorige Jahrhundertwende richteten irische Ordensfrauen in Dublin und London Hospize ein für Sterbende, die allein und ohne Betreuung waren. Die englische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders ist die Gründerin des ersten, weltbekannten St. Christopher`s Hospice in London (1967).

 

In ihrem Buch „Hospiz und Begleitung im Schmerz“ fasst sie Gedanken zusammen, die zur Gründung „ihres“ Hospizes führten: Der Patient soll nicht als schwerstkranker, sterbender Mensch in einem Klinikbett liegen, sondern liebevoll umsorgt in einer familiären Umgebung. Die Bewohner eines Hospizes werden deshalb „Gäste“ und nicht „Patienten“ oder „der Krebs auf Zimmer X“ genannt. Cicely Saunders zeigte auf, wie man durch liebevolle Patientenbegleitung die Lebensqualität des Sterbenden verbessern kann. Die qualvollen Schmerzen werden durch palliativ -medizinische Maßnahmen (lat. palliare = umhüllen) gemildert, sinnlose Apparatemedizin und Einsamkeit müssen nicht sein.

Cicely Saunders prägte den Satz: „Wir werden tun, was wir können, um Ihnen zu helfen, nicht nur in Frieden zu sterben, sondern auch bis zuletzt zu leben: menschlich, würdig, schmerzfrei.“

 

Die zweite Frau, die die Hospizbewegung sehr geprägt hat, ist Dr. Elisabeth Kübler-Ross, eine Schweizer Ärztin, die in den USA viele Sterbende betreut hat und in den 70er Jahren mit ihrem ersten Buch „Interviews mit Sterbenden“ ein Tabu brach. Sie brachte Themen zur Sprache, die vielen Menschen erstmals Mut machten, eigene Überlegungen, auch Ängste, auszutauschen. Sie hat Zeit ihres Lebens viel zu dem Thema veröffentlicht, insbesondere beeindruckend sind ihre Schilderungen von Kontakten zu kranken und sterbenden Kindern. Sie berichtet sehr ausführlich von der Reife und Weisheit, die todkranke Kinder oft entwickeln und in dieser schwierigen Situation oftmals ihren Eltern helfen, damit fertig zu werden.

 

Frau Dr. Kübler-Ross spricht immer wieder von der bedingungslosen Liebe, die Voraussetzung dafür ist, sowohl in Frieden zu sterben, als auch jemanden dabei begleiten zu dürfen. In ihrem Buch „Über den Tod und das Leben danach“ schildert sie sehr hoffnungsvoll ihre Vorstellungen von dem „Weg ins Licht“ am Ende des Lebens und im Moment des Todes, von der Umwandlung der Raupe in einen wunderschönen Schmetterling.

 

In Deutschland wurde vergleichsweise spät, erst 1986, in Aachen das erste Hospiz gegründet. Mittlerweile gibt es in vielen Städten Hospize und/oder Palliativstationen. Darüber hinaus hat sich inzwischen fast flächendeckend ein ambulantes Hospizangebot etabliert.

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