Presseartikel

Nachgefragt:

Trauerarbeit

 

Unsere Trauer-Begleiter/innen Tatje Tholen und Detlef Knoke erzählen von Ihrer Arbeit im Radio-Aktiv Interview.

 

Ausgestrahlt wurde die Sendung am Sonntagmorgen, den 8.4.2018.

Hospizverein zunehmend gefragt

Bloß nicht einsam gehen

Einsam zu sterben, ohne die Nähe eines anderen Menschen, ohne eine helfende Hand, das ist für viele Menschen eine Horror-Vorstellung – und das offensichtlich in zunehmendem Maße.

 

So wünschen sich in der Bad Pyrmonter Bevölkerung und auch in der Umgebung immer mehr Betroffene sowie ihre Angehörigen die ambulante Unterstützung des Hospizvereins.

Gab es im Jahr 2016 aus den örtlichen Altenheimen, Krankenhäusern und dem häuslichen Bereich 90 Anfragen zur ambulanten Sterbebegleitung, so stieg diese Zahl im vergangenen Jahr auf 110. Die 50 Ehrenamtlichen, die für den Hospizverein kontinuierlich oder sporadisch als geschulte Sterbebegleiter im Einsatz sind, absolvierten 361 (2016: 151) Einsätze mit insgesamt 949 (656) Stunden. Die Begleitung dauerte in sieben Fällen länger als ein Jahr, in fünf Fällen ein halbes Jahr, 14 Mal bis zu fünf Monate, 25 Mal sechs bis 13 Tage und 20 Mal nur einen Tag.

Zur Bewältigung der Trauerarbeit wurde zehn Mal für betroffene Erwachsene und drei Mal für Kinder Hilfe von sieben dafür besonders ausgebildeten Ehrenamtlichen angefordert. Regelmäßige Treffen gibt es im Trauercafé, speziell auch für verwaiste Mütter und Väter oder für Eltern von sogenannten Sternenkindern, also nicht lebensfähigen Frühgeburten.

Spendenübergabe (v. re.): Hospizleiter Bernhard Jess sowie Annette Kleine-Gödde, Marianne Gehring, Gert Klaus und Makrina Kröger vom Hospizverein. Foto: Hei
  • Spendenübergabe (v. re.): Hospizleiter Bernhard Jess sowie Annette Kleine-Gödde, Marianne Gehring, Gert Klaus und Makrina Kröger vom Hospizverein.

Über alle diese Einsätze berichteten die beiden hauptamtlichen Koordinatorinnen des Vereins, Regina Stelter und Jutta Jess, den Mitgliedern während der Versammlung im katholischen Gemeindesaal St. Georg. Vorgestellt wurden bei dieser Gelegenheit zwei neue Mitarbeiterinnen: Frauke Grove und Gaby Richard, die eigens für die Trauerarbeit mit betroffenen Geschwisterkindern geschult worden sind.

„Durch Fortbildung, Supervision oder vertrauensvolle Gespräche nach problematischen Einsätzen unterstützen wir unsere Ehrenamtlichen bei den oft schwierigen Einsätzen“, betont Jutta Jess. Die Schweigepflicht sei für alle Mitarbeiter selbstverständlich. Die Vereinsvorsitzende Annette Kleine-Gödde hob die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem stationären Hospiz in Friedensthal, dem Agaplesion Haus Bethesda, hervor. „Sechs Mitglieder aus unserem Verein helfen regelmäßig im Hospiz und erleben den Kontakt mit den Gästen dort sehr positiv.“

Eine Erfahrung, die auch Bernhard Jess von der Geschäftsführung der stationären Einrichtung bestätigt. Er bezeichnet die Mitarbeit der Ehrenamtlichen als Bereicherung für sein Haus.

Und der Verein unterstützt noch auf eine andere Weise das Haus Bethesda: „Unser Spendenaufkommen ist im letzten Jahr gut gelaufen. Deswegen wollen wir den Erlös aus unseren gut besuchten Hospizwochen im Oktober dem Hospiz zugutekommen lassen“, sagte Annette Kleine-Gödde. Sie überreichte Bernhard Jess und der Pflegedienstleiterin Marianne Gehring einen Scheck über 1500 Euro.

 

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018, Pyrmonter Nachrichten vom 19.3.3018, Text und Foto: Karin Heininger

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Mo. 15.00 Uhr – 18.00 Uhr

Do. 09.00 Uhr – 13.00 Uhr

 

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Aktuelles:

Das nächste Trauer-Café ist am 

18. August 2018

Das nächste Hospiz-Frühstück ist am 

5. September 2018

Warum sich ehrenamtliche Sterbebegleiter vom Hospiz-Verein haben ausbilden lassen.

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