Kita Sabbenhausen spendet 553 Euro für den ambulanten Hospiz-Dienst

Artikel Lippische Landeszeitung vom 22.12.2014
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Sterbebegleitung erntet Respekt

 

Hospiz-Verein erinnert an Anfänge

 

Bad Pyrmont. Nicht nur das Trauern und Weinen, auch das Lachen hat seine Zeit: Was Pastorin Bettina Burkhardt vom Ökumenischen Arbeitskreis anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Hospizvereins ansprach, prägte auch den Verlauf des Jubiläumsfestes im Lindenhof. Das Rahmenprogramm mit Arndt Jubal Mehring, Flöte, und Ramona Reissmann, Gitarre, von der Musikschule und Theaterleiter Jörg Schade, der Wilhelm Busch-Gedichte vortrug, hatte eine heiter-besinnliche Note. Und dem offiziellen Festakt folgte ein geselliger Abend mit Musik und Tanz.

 

Zunächst aber wurde in den Gratulationsreden den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die Sterbende und Trauernde begleiten, von allen Seiten Mut und Einfühlungsvermögen, viel „Herzblut und wertvolle Arbeit“ bescheinigt. „Der Hospizverein musste manche Widerstände überwinden, denn vor 20 Jahren war die Sterbebegleitung noch keine Selbstverständlichkeit, und die Helfer und Helferinnen mussten sich anfangs auch mit eigenen Ängsten auseinander setzen“, machte Rosemarie Fischer, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz Niedersachsen, den nicht immer leichten Weg deutlich. Unter den auf Landesebene 130 Vereinen mit 15000 engagierten Mitgliedern sei Bad Pyrmont „einer der besonders Aktiven“, bescheinigte sie den Gastgebern und dankte allen für ihr „motivierendes und würdevolles Engagement“.

 

Bürgermeister Klaus Blome versicherte: „Die Hospizarbeit ist im Leben der Menschen von Bad Pyrmont angekommen“. Er wies auch auf die wichtige Aufgabe hin, die das stationäre Hospiz Mutter Anselma für die Bevölkerung leiste und dankte allen Sterbebegleitern für ihr selbstloses Engagement. Landrat Tjark Bartels bekundete seinen Respekt vor der Pionierarbeit des Vereins, die von unschätzbarem Wert für die Menschen gewesen sei. Aus zunächst 65 Mitgliedern seien inzwischen 270 geworden, aus zehn Sterbebegleitern 50. „Ich bin sicher, dass sie aus ihrer Sterbebegleitung auch an eigener Stärke gewinnen“, wandte er sich an die Ehrenamtlichen.

 

Das Thema Sterbebegleitung, Sterbehilfe und Palliativmedizin beleuchtete der Chefarzt des Marienstiftes Braunschweig, Dr. Rainer Prönneke, aus medizinischer und ethischer Sicht. Sein Fazit, auf den Punkt gebracht: „Wir dürfen das Leben nicht aktiv verkürzen, aber die Sterbezeit auch nicht unnötig verlängern“. Dann wurde es eng auf der kleinen Bühne, denn der zweite Vorsitzende Herbert Grondmann rief alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter nach vorn. Er würdigte Annette Kleine-Gödde für ihre 15-jährige Tätigkeit als Vorsitzende und die Gründungsmitglieder Heinz Gronewold, Pastor i. R. Walter Heinrichsrüscher sowie Ursula und Ernst Jacob.

Kleine-Gödde dankte allen Ehrenamtlichen und den hauptamtlichen Koordinatorinnen: „Jeder an seinem Platz wird gebraucht, jeder ist wertvoll mit seiner Kompetenz“.

 

VON KARIN HEININGER

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Mit Herz

 

AXA-Regionalvertretung spendet

 

Hameln. Aus Anlass des 25-jährigen Außendienstjubiläums des AXA Regionalvertreters Uwe Hornig (Süntelstraße 10-12, Hameln) sind Spenden von Geschäftspartnern, Kunden und Freunden in Höhe von 1100 Euro zusammengekommen. Uwe Hornig hatte auf Geschenke verzichtet und die Gratulanten gebeten, Geld für einen guten Zweck zu spenden.

 

Beziehungsweise gleich für zwei: Schecks in Höhe von jeweils 350 Euro wurden in einer feierlichen Stunde an die der AXA Regionalvertretung Hameln am Herzen liegenden Einrichtungen – dem ambulanten Kinderhospizdienst des Hospiz-Vereins Bad Pyrmont e.V. und dem Hamelner Verein SAM (Sozial–Aktiv–Menschlich) – übergeben. Die restlichen 400 Euro hatten die AXA-Gratulanten bereits direkt auf die Konten der Vereine überwiesen.

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Lebensbegleitung über den Tod hinaus

 

Was die Kinderhospizarbeit für Familien tun kann/Elterninitiative „Inklusio“ lässt Ehrenamtliche erzählen

 

Bad Pyrmont. Wie schwer lastet es auf Eltern, wenn sie wissen, dass ihr Kind an einer lebensbedrohlichen Krankheit schon jung sterben wird? Was bedeutet es für Geschwister, den ständig mit dem Tod belasteten Familienalltag erleben zu müssen? Wie trauern Kinder überhaupt, und wie kann den betroffenen Menschen Hilfe zuteil werden?

 

Uta Heißmeier und Detlef Knoke sind speziell für diese Problematik ausgebildete Hospizbegleiter. Auf Einladung von Stefanie Maltzahn und Julia Niemann von der Pyrmonter Elterninitiative „Inklusio – Familien mit Kindern mit Behinderungen“ informierten sie sachkundig und sensibel von ihren Erfahrungen. Sowohl Heißmeier als auch Knoke kommen aus Hämelschenburg und beide gehören sowohl dem Verein Lebenshilfe in Hameln als auch dem Hospizverein in Bad Pyrmont an. In Kooperation mit dem Kinderhospiz „Löwenherz“ in Syke haben sie sich zu Kinderhospizbegleitern ausbilden lassen und begleiten nun Familien mit Kindern, die so schwer krank sind, dass die Ärzte ihnen eine lebensverkürzende Krankheit prognostiziert haben. „Das ist eine Grundvoraussetzung für die Inanspruchnahme der ehrenamtlichen Hospizbegleitung“, berichtete Uta Heißmeier. „Die Eltern benötigen eine ärztliche Bescheinigung über die lebensverkürzende Erkrankung ihres Kindes, um beispielsweise bis zu 28 Tage im Jahr mit der gesamten Familie kostenfrei im Kinderhospiz in Syke verbringen zu können.“ Dieser Aufenthalt ziele darauf ab, durch entlastende Betreuung und abgestimmte Begleitung der gesamten Familie wieder Kraft für die Pflege zu Hause zu geben.

 

Dieses Ziel verfolgt aber auch die begleitende ambulante Hospizarbeit der ehrenamtlich Tätigen. „Wir leisten Lebensbegleitung in den Familien bis über den Tod des Kindes hinaus,“ sagen Heißmeyer und Knoke. Die Arbeit der ambulanten Begleitung sei für die Familien kostenfrei und stelle in erster Linie eine Entlastung der Situation zu Hause dar. Dies geschehe in Abstimmung mit dem jeweiligen Bedarf der Familien, wie Knoke und Heißmeier erklären. Sie und die anderen Kinderhospizbegleiter unterstützen in alltäglichen Situationen, gehen auf die Auswirkungen und Bedürfnisse der Geschwister ein, die häufig extrem unter der ständigen Konfrontation mit Krankheit und Tod leiden. Oft geht eine solche Situation auch mit gesellschaftlicher Isolation einher, die eine ohnehin schon stark belastete Gemeinschaft zusätzlich einengt. „In solchen Situationen ist eine begleitende Hilfe segensreich“, betonten die Betreuer.

 

In Deutschland gibt es derzeit zehn stationäre Kinderhospize, fünf weitere sind geplant. Über 100 ambulante Einrichtungen versorgen mehr als 22600 betroffene Familien. Eines dieser stationären Hospize ist in Syke, das mit dem Hospizverein Bad Pyrmont kooperiert. Seit 2007 biete der Hospizverein den Familien im Landkreis Hameln-Pyrmont ambulante Begleitung durch ehrenamtliche Kinderhospizhelferinnen und -helfer an. Diese kommen zu den betoffenen Familien nach Hause und helfen, deren Last zu tragen.

 

Betroffene Eltern mit lebensverkürzt erkrankten Kindern und Jugendlichen können sich an den ambulanten Kinderhospizdienst in der Lortzingstraße 22 wenden. Die Koordinatorin Regina Stelter (Telefon 05281/987716) setzt sich zur Vorbereitung der begleitenden Maßnahme unmittelbar mit den Hilfe suchenden Eltern in Verbindung. Und wer sich über das Kinderhospiz in Syke informieren möchte, kann mehr im Internet unter www.kinderhospiz-loewenherz.de erfahren.

 

VON KLAUS TITZE

Uta Heißmeier und Detlef Knoke
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Begleitung in schwierigen Zeiten

 

Das Angebot des Hospiz-Vereins Bad Pyrmont wurde im vergangenen Jahr gut angenommen

 

Bad Pyrmont. Der Hospiz-Verein Bad Pyrmont konnte jetzt anlässlich der Mitgliederversammlung auf ein in vielerlei Hinsicht sehr erfolgreiches Jahr 2013 zurückblicken.

 

Die Zahl der Ehrenamtlichen, die für die Hospizarbeit vor Ort eintreten und die Begleitung Sterbender anbieten, ist auf 50 Personen gestiegen. Die Koordinatorinnen machen immer wieder die Erfahrung, dass bei den Vorbereitungsseminaren viele neue Interessenten teilnehmen und sich viele von ihnen anschließend auch zur Mitarbeit im Verein entscheiden. Der laufende Kurs wird nach einer Schulungs- und Praktikumszeit Ende März abgeschlossen, ein neuer ist für Anfang 2015 geplant.

 

Annette Kleine-Gödde stellte das neu überarbeitete Konzept des Vorbereitungskurses vor, das von den Verantwortlichen des Hospiz-Vereins in den letzten Monaten erstellt worden war und bei der weiteren Planung von Schulungen zugrunde gelegt wird. Es soll eine Orientierung sein für alle, die daran beteiligt sind.

 

Die Koordinatorin Regina Stelter berichtete, dass der Hospiz-Verein im vergangenen Jahr 118 Personen begleitet hat, davon wurden 87 Begleitungen abgeschlossen. Zweidrittel der Begleitungen erfolgten in Altenheimen, die restlichen im häuslichen Bereich. „Die Begleitungen dauerten von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten. Die Begleitungen finden in Bad Pyrmont, Lügde und dem Umland statt“, so Stelter.

Weiterhin berichtete sie von den vielfältigen Anfragen zu Beratung und Schulung, die sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Jutta Jess absolviert, seien es Vorträge zu hospizlichen Themen, zu Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht, generelle Informationsvorträge zu der Arbeit des Vereins bis hin zu Schulung geschlossener berufsverwandter Gruppen, die den Hospiz-Verein anfragen, um Handwerkszeug für die eigene Arbeit zu erhalten.

 

Den Veranstaltungen der Öffentlichkeitsarbeit kommt im Verein auch eine wichtige Rolle zu. Neben den öffentlichen Vorträgen wie zum Schwerpunktthema Organspende im letzten Jahr gibt es viele Anfragen zu Einzelveranstaltungen, begonnen bei der Teilnahme an Altenmessen, Weihnachtsmärkten bis hin zu Präsenz in Schulen und einzelnen Klassen. Die Öffentlichkeitsarbeit bei Kindern und in Schulklassen berührt in erster Linie die Kinderhospizarbeit und sei immer wieder mit der Erfahrung verbunden, dass die Kinder sich sehr vielfältige Gedanken zu dem Thema machten und ganz aufmerksam bei der Sache seien. Besonders die Kooperation mit Schulen ist nach den Ausführungen der ersten Vorsitzenden ein Thema, dem sich der Hospiz-Verein noch näher annehmen will.

 

Kassierer Rudolf Anhamm konnte eine positive finanzielle Situation darstellen, besonders das Spendenaufkommen habe noch einmal gesteigert werden können. „Das zeigt die große Akzeptanz der Arbeit des Hospiz-Vereins in der Bevölkerung.“

Das sind gute Vorzeichen für die Zukunft, denn die Gemeinschaft feiert im November dieses Jahres ihr 20-jähriges Bestehen.

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Für Kinder sollte Sterben kein Tabu sein

 

Diakonin Christine Stockstrom rät zur Geborgenheit bei der Bewältigung von Trauer

 

Bad Pyrmont. Auch wenn die Narben eines frühen, endgültigen Verlustes vielleicht ein Leben lang bleiben: Der Tod sollte selbst für kleinere Kinder kein Tabu sein. „Wir können unsere Kinder nicht vor Schmerz und Trauer schützen, aber wir können ihnen dabei helfen, es gemeinsam mit uns auszuhalten“, sagte die Diakonin und Trauerbegleiterin Christine Stockstrom in einem Vortrag beim Hospizverein.

 

Zum Tag der Kinderhospizarbeit hatte der Verein das Thema gewählt „Mit Kindern über Tod und Sterben reden“. Die Resonanz war sehr groß, und auch mehr jüngere Menschen als bei ähnlichen Vorträgen waren in das katholische Gemeindehaus gekommen – Eltern, Mitarbeiterinnen aus Kindergärten und Schulen. „Das zeigt uns, dass dieses Thema viele Menschen berührt“, stellte die Vorsitzende Anne Kleine-Gödde fest. In Christine Stockstrom begrüßte sie „eine Pionierin der Hospizarbeit“, die den Pyrmonter Verein seit seiner Gründung fachlich begleite.

 

Als Ausgangspunkt ihres Referates stellte die Diakonin das Kinderbuch vor „Vom Weinen kriegt man Durst“, in dem ein kleiner Junge mit der unheilbaren Krankheit und dem nahen Tod seines Onkels konfrontiert wird. Es war der Auslöser für viele Fragen zum Thema Tod: Kann man Kindern zumuten, am Sarg Abschied zu nehmen? Sollten sie zur Beerdigung mit auf den Friedhof gehen? Wie macht man ihnen die Endgültigkeit des Todes klar? „Kinder trauern anders als Erwachsene“, betonte Stockstrom und entschlüsselte die einzelnen Trauerphasen in Bezug auf das Alter der Heranwachsenden. Während Kindergartenkinder noch glaubten, dass der Tod rückgängig gemacht werden könne und der geliebte Mensch irgendwann zurückkomme, lernten die Größeren irgendwann, dass Sterben Endgültigkeit und körperlichen Verfall bedeute.

 

„Ganz wichtig ist es, die Kinder ernst zu nehmen und ihre Fragen offen zu beantworten. Sprechen Sie über den Tod und sagen Sie bitte nicht, jemand sei ,eingeschlafen‘, denn wer schläft, wacht ja wieder auf“. Altersgerechte Bücher könnten hilfreich sein, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Und die Kinder sollten Möglichkeiten haben, ihre Trauer auszudrücken. „Mancher Todesfall ist wie eine Amputation. Eine Resttrauer bleibt, und das darf man nicht verharmlosen. Das Allerwichtigste ist aber, dem Kind Geborgenheit zu vermitteln und ihm bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben zur Seite zu stehen“, sagte die Referentin. Anhand einiger Beispiele schilderte sie, wie Kinder durch kleine Kondolenzgeschenke oder gebastelte „Hoffnungsschiffchen“ ihre Trauer verarbeiten können.

 

In der Diskussion wurden vom Publikum Trauer-Rituale geschildert, und die Frage tauchte auf, wie viel Trauer Kinder verkraften können. Manchmal könne der Schmerz so groß sein, dass eine Trauma-Therapie nötig werde, räumte die Diakonin ein. Von einer Zuhörerin kam der Hinweis, dass eine Scheidung für Kinder ebenfalls einen großen, endgültigen Verlust bedeuten könne. „Wenn Eltern sich trennen, kann das für die Kinder genauso schlimm sein, als wenn jemand stirbt.“

 

Offen über den Tod sprechen, aber Kinder in ihrer Trauer niemals alleinlassen, das forderte Christine Stockstrom beim Hospizverein.

 

VON KARIN HEININGER

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